

» A.I.T.O.
Associazione Italiana per Terapisti occupazionale
» DVE
Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.
» Ergo Austria
Bundesverband der ErgotherapeutInnen Österreichs
» EVS/ASE
ErgotherapeutInnen-Verband Schweiz
Association Suisse des Ergoterapeutes
Associazione Svizzera degli Ergoterapisti |
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Einleitung
Die Ergotherapie sieht sich im gesamten deutschsprachigen
Raum mit ähnlichen gesundheits- und berufspolitischen
Herausforderungen konfrontiert. Die ökonomischen und
strukturellen Veränderungen des Gesundheits- und Sozialsystems
sind für die Berufsangehörigen deutlich spürbar:
Knapper werdende finanzielle Ressourcen, Auslagerung
von Leistungen in den ambulanten Bereich, demografische
Entwicklungen wie die Zunahme des Anteils älterer Menschen
an der Bevölkerung und die absehbar längere Zeit
der Erwerbstätigkeit, die Zunahme an chronischen Erkrankungen
sowie die steigende Zahl von Migranten stellen
neue Anforderungen an die Gesellschaft. Gesundheitsförderung
und Primärprävention gewinnen zunehmend an
Bedeutung, so auch in der Ergotherapie.
Bisher liegt der Schwerpunkt der ergotherapeutischen Arbeit
im deutschsprachigen Raum in den Bereichen Akutbehandlung/Rehabilitation
sowie Sekundär- und Tertiärprävention.
Die Ergotherapie verfügt jedoch auch über
entsprechendes Wissen und über Kompetenzen, um im
Bereich Gesundheitsförderung und Primärprävention tätig
zu werden.
Eine Ergänzung des ergotherapeutischen Angebotsspektrums
durch Gesundheitsförderung und Primärprävention
kommt den Menschen, aber auch dem Gesundheits- und Sozialsystem zugute. Deshalb sollten im
deutschsprachigen Raum ergotherapeutische Angebote
in den Bereichen Gesundheitsförderung und Primärprävention
aufgebaut und im Gesundheits- und Sozialsystem verankert werden.
Die Berufsverbände von Deutschland, Österreich und der
Schweiz und Vertreterinnen aus Südtirol begannen 2004,
länderübergreifend zu kooperieren und Überlegungen zum
Entwicklungspotenzial des ergotherapeutischen Leistungsangebotes
anzustellen. Es wurde gemeinsam ein Projekt
zur Weiterentwicklung der Ergotherapie im deutschsprachigen
Raum initiiert, um auf die gesellschaftlichen Veränderungen
und Perspektiven professionell und zukunftsweisend
zu antworten.
Unter dem Titel „Ergotherapie 2010 - Weiterentwicklung
des Berufes und der Ausbildung im Bereich der Ergotherapie
insbesondere in Bezug auf Gesundheitsförderung
und Prävention unter Berücksichtigung von Arbeitsmarkt
und Berufsbefähigung (employability)“ startete
das sogenannte „DACHS-Projekt“ im Dezember 2005. Es
wurde finanziert durch den europäischen Sozialfond (ESF),
Projektantragsteller war die Landesfachhochschule für
Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen. „DACHS“ wird als
Kurzname für das gesamte Projekt verwendet und leitet
sich aus den Bezeichnungen der beteiligten Regionen ab:
Deutschland, Austria, Schweiz, Südtirol.
Die vorliegende Broschüre bildet das Herzstück des Gesamtprojektes.
Sie bietet eine aktuelle und zukunftsgerichtete
Übersicht über das Leistungsangebot der Ergotherapie
im deutschsprachigen Raum – Kerngeschäft, Kernkompetenzen
und heutiges wie zukunftsorientiertes Angebot, gegliedert nach Zielgruppen.
Ziel dieser Übersicht ist es, Entscheidungsträgern aus Politik
und Verwaltung, Dienstleistern im Gesundheits- und
Sozialbereich, Bildungsverantwortlichen und Berufsangehörigen
eine Übersicht über die Vielfalt und das Potenzial
der Ergotherapie zu geben. Sie zeigt außerdem Zukunftsperspektiven
für die Ergotherapie als wichtige Mitverantwortliche
in der Umsetzung von Gesundheitsförderung
und Primärprävention auf.
Mit der Broschüre wird ein Schritt von einer Vision hin
zu einem konkret realisierbaren erweiterten Angebot vollzogen.
Die Broschüre liegt in englischer und italienischer Übersetzung
vor, um die Diskussion um die Weiterentwicklung
des Berufsbildes auch in anderen interessierten Ländern zu
unterstützen.
Da die Mehrzahl der Berufsangehörigen Frauen sind, wird
im gesamten Text die weibliche Form der Berufsbezeichnung
verwendet. Für alle anderen Berufsangehörigen und
die Klienten wird die männliche Form benutzt. |
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