Claudiana - Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Ergotherapie - Was bietet sie heute und in Zukunft?
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Ergotherapie: Definition / Beschreibung
Die Klienten der Ergotherapie
Das Kerngeschäft
der Ergotherapie

Die Kern- kompetenzen der Ergotherapie
Die Angebote der Ergotherapie
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Das Kerngeschäft der Ergotherapie
Die zentrale Aufgabe der Ergotherapie ist die „Klientenversorgung“, d.h. der Mensch steht im Mittelpunkt der ergotherapeutischen Angebote. Die Leistungen der Ergotherapie umfassen die ergotherapeutische Diagnostik und Intervention (Therapie, Beratung, weitere Maßnahmen), welche im Rahmen von Akutbehandlung und Rehabilitation sowie Gesundheitsförderung und Prävention erbracht werden.

Durch Ergotherapie sollen Menschen ihre Teilhabe (Partizipation) an der Gesellschaft aufrechterhalten oder erweitern und ihre Lebensqualität verbessern können. An der Gesellschaft teilzuhaben bedeutet, in eine Lebenssituation bzw. einen Lebensbereich einbezogen zu sein und diesen mitgestalten zu können.

Bei der Umsetzung dieser Ziele stützt sich die Ergotherapie auf unterschiedliche praxisorientierte ergotherapeutische Modelle, aus denen sie die Begründung ihres Tuns ableitet. Sie bezieht aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Literatur in ihre Arbeit ein. Eine weitere Grundlage bildet die von der World Health Organisation entwickelte Klassifikation ICF (International Classification of Functioning, Disabilities and Health, WHO 2005). Die folgende Grafik zeigt die einzelnen Komponenten der ICF und deren Wechselwirkung auf:

Wechselwirkung

Eine Gesundheitsstörung oder Krankheit ist laut WHO nicht einfach die Folge einer beeinträchtigten Körperfunktion (wie z.B. der Wahrnehmung, Motorik oder einer psychischen Funktion) oder Körperstruktur (wie z.B. eines inneren Organs), sondern sie entsteht aufgrund einer Wechselwirkung verschiedener Komponenten: Aktivität, Partizipation (Teilhabe), Umweltfaktoren und personenbezogene Faktoren (Handlungsfähigkeit) spielen dabei eine ebenso zentrale Rolle.

Um die Gesundheit eines Menschen positiv zu beeinflussen, müssen diese Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Konkrete Interventionen zur Förderung der Gesundheit oder Behandlung einer Krankheit können bei einzelnen oder mehreren dieser Komponenten ansetzen.

Dieses Verständnis der WHO von Gesundheit und Krankheit entspricht genau den Grundannahmen der Ergotherapie.


3.1 Die Ergotherapie in den Bereichen Akutbehandlung/ Rehabilitation und Gesundheitsförderung/ Prävention

3.1.1 Akutbehandlung und Rehabilitation

Die Akutbehandlung umfasst die Versorgung von Personen, die einer kurzfristigen intensiven ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Betreuung bedürfen.

Die Rehabilitation ist integraler Bestandteil jeder umfassen den medizinischen Versorgung und dient dazu, einer drohenden Behinderung vorzubeugen, sie nach Eintritt zu beseitigen, zu bessern oder eine Verschlimmerung zu verhüten. Das Ziel der Rehabilitation besteht darin, Gesundheitsschädigungen sowie Beeinträchtigungen der Aktivität und Teilhabe (Partizipation) an den sozialen Lebensbereichen nachhaltig zu minimieren und die weitere Entwicklung der Schädigung und ihrer Folgen zu verhindern.

In der Akutbehandlung und Rehabilitation hat die Ergotherapie einen anerkannten Platz. Die Kosten der ergotherapeutischen Angebote in der Akutbehandlung/Rehabilitation einschließlich der Sekundär- und Tertiärprävention werden in der Regel von Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungsträgern zumindest in Anteilen übernommen, in Einzelfällen auch von anderen Kostenträgern.

3.1.2 Gesundheitsförderung und Prävention
Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der Menschen in die Lage versetzen soll, durch Eigenaktivität ihre Gesundheit zu verbessern. Ziel der Gesundheitsförderung ist es, für alle Menschen einen Zustand von körperlichem, seelischem und sozialem Wohlbefinden erreichbar zu machen, indem sie Menschen motiviert, sich für eine gesunde Lebensführung zu entscheiden.

Dies bedingt eine Verhaltensänderung. Daneben ist aber auch die sogenannte Verhältnisänderung wesentlich: Maßnahmen der Gesundheitsförderung zielen auf die Verbesserung der Ressourcen und die Erhöhung der Gesundheitspotenziale von Bevölkerungsgruppen in einem bestimmten Kontext ab und haben einen umfassenden Gesundheitsbegriff zur Grundlage.

Die Prävention (Krankheitsvorbeugung bzw. Krankheitsverhütung) ist auf die Bewahrung der Gesundheit sowie die Verhütung und Früherkennung von bestimmten Krankheiten gerichtet. Es wird unterschieden zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention:
  • Primärprävention setzt an, noch bevor es zur Krankheit kommt. Sie trägt dazu bei, gesundheitsschädigende Faktoren zu vermeiden, um die Entstehung von Krankheiten zu verhindern.
  • Sekundärprävention soll das Fortschreiten eines Krankheitsfrühstadiums durch Frühdiagnostik und -behandlung verhindern. Sie greift also in bestehende Risikosituationen ein und versucht, diese abzuwenden.
  • Tertiärprävention konzentriert sich darauf, nach einem Krankheitsereignis neben der Wiederherstellung der Gesundheit, Folgeschäden und Verschlimmerung zu verhüten.
Sekundär- und Tertiärprävention sind seit jeher Bestandteil vieler ergotherapeutischer Interventionen: In der Akutbehandlung und Rehabilitation arbeitet die Ergotherapeutin immer auch darauf hin, einer Verschlimmerung oder Wiederholung des Krankheitsgeschehens vorzubeugen.

3.1.3 Entwicklungspotenzial für die Ergotherapie: Gesundheitsförderung und Primärprävention

Veränderte Umweltbedingungen, verbesserte sozio-ökonomische Voraussetzungen in der westlichen Welt, aber auch Fortschritte in der Medizin haben einen Anstieg der Lebenserwartung zur Folge. Was einerseits eine positive Entwicklung darstellt, droht andererseits zu einer Überbeanspruchung vorhandener Gesundheits- und Sozialsysteme zu führen: Obwohl ältere Menschen tendenziell gesünder sind als früher, ist mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung auch eine Zunahme an chronischen Krankheiten verbunden. Außerdem nehmen trotz eines hohen Lebensstandards Suchtkrankheiten, Depressionen, Essstörungen (sowohl Übergewicht als auch Magersucht), Krebs usw. in breiten Bevölkerungsschichten zu.

Auf diesem Hintergrund zeichnet sich innerhalb des Gesundheitswesens ein Wandel ab: Gesundheitsförderung und Primärprävention werden als gemeinsame Aufgabe aller angesehen. Es wird zunehmend gefordert, dass medizinische Fachkräfte zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung beitragen. Diesbezüglich bietet die Ergotherapie zahlreiche Möglichkeiten und Ansätze.

Eine Datenerhebung, die 2006 im Rahmen des DACHS-Projektes durchgeführt wurde, macht jedoch deutlich, dass Ergotherapeutinnen in den deutschsprachigen Regionen hauptsächlich in den traditionellen medizinischen Arbeitsbereichen der Akutbehandlung und Rehabilitation tätig sind, bisher aber kaum in der Gesundheitsförderung und Primärprävention. Im Vergleich dazu zeigen Angaben verschiedener anderer Berufsverbände (Dänemark, Schweden, Großbritannien, Kanada und Australien), dass dort die Ergotherapie in der Gesundheitsförderung und der Primärprävention etabliert ist.

In den DACHS-Ländern besteht also ein großer Entwicklungsbedarf und ein großes Entwicklungspotenzial für die Ergotherapie! Mit einer Ergänzung des ergotherapeutischen Angebotsspektrums durch Gesundheitsförderung und Primärprävention kann sie dazu beitragen, Gesundheits- und Sozialsysteme zu entlasten. Die Ergotherapie ermöglicht Menschen, an der Gesellschaft, am Arbeits- und am sozialen Leben teilzuhaben und in der Selbstversorgung selbständig zu bleiben.

So könnten ergotherapeutische Angebote mit folgenden Zielen aufgebaut werden:
  • Kinder in der gesunden Entwicklung ihrer körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten so fördern, dass sie gesund bleiben, in der Schule integriert sind und später einen Beruf erlernen können;
  • Arbeitsplätze so gestalten, dass sie nicht krank machen: Angebote zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung, zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz im Hinblick auf die Optimierung von Arbeitsabläufen bezüglich körperlicher (z.B. Ergonomie), psychischer (z.B. Arbeitsrhythmus), kognitiver (z.B. Arbeitstempo, Komplexität) und sozialer (z.B. Konfliktmanagement) Anforderungen;
  • Frühzeitige Intervention am Arbeitsplatz: Bei ersten Anzeichen von Überlastung oder bei zunehmenden Krankenständen intervenieren, um länger dauernde Krankheitsfälle zu verhindern;
  • Lebensraum hindernisfrei bauen und gestalten, um behinderten Menschen Zugang zu allen Bereichen des Lebens zu ermöglichen und um Stürzen im Alter vorzubeugen;
  • Ältere Menschen im Hinblick auf Themen wie „Sicheres Wohnen im Alter“ oder „Sturzprävention“ sensibilisieren, um Verletzungen oder Unfällen vorzubeugen, die Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten und dadurch Alters- und Pflegeheimaufenthalte zu verkürzen;
  • Vereinsamung im Alter vorbeugen: Körperliche, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten älterer Menschen so fördern, dass sie ihre sozialen Kontakte aufrechterhalten und pflegen können;
  • Unterstützung für betreuende Angehörige von Demenzkranken, behinderten oder chronisch kranken Menschen anbieten, damit sie nicht selbst darüber erkranken.
Dies ist nur eine kleine Auswahl an möglichen ergotherapeutischen Angeboten, weitere Ideen sind im Kap. 5 aufgelistet.


3.2 Der ergotherapeutische Prozess
Der in der folgenden Grafik dargestellte Ablauf gilt unabhängig davon, ob es sich bei der Intervention um eine Therapie oder um eine Beratung handelt und unabhängig davon, ob es sich um eine Intervention zur Gesundheitsförderung/ Primärprävention oder zur Akutbehandlung/Rehabilitation handelt (siehe Kap. 3.1).

3.2.1 Ergotherapeutische Diagnostik: Erfassen und Abklären

Bevor eine ergotherapeutische Intervention stattfindet, erfasst die Ergotherapeutin die Ausgangssituation im Hinblick auf jene Bereiche, die für die Intervention relevant sind. Dabei werden emotionale Befindlichkeiten, Gewohnheiten, Interessen, Ziele, persönliche Geschichte, Erfahrungen, Kulturtechniken, soziale Fähigkeiten usw. des Klienten mit berücksichtigt.

Die folgenden Elemente der Erfassung können in ihrer Reihenfolge variieren, sich überlappen und je nach Auftrag unterschiedlich gewichtet sein.

a) Problemerhebung

Der ergotherapeutische Prozess beginnt mit dem Erstkontakt. Die Ergotherapeutin erklärt dem Klienten die Grundannahmen und Vorgehensweisen der Ergotherapie. Es wird geklärt, in welcher Sprache kommuniziert wird.

Mögliche Unklarheiten oder fehlende Angaben z.B. die Finanzierung betreffend werden geklärt. Die Ergotherapeutin lässt sich die Probleme und Erwartungen an die ergotherapeutische Intervention von dem Klienten oder einer Bezugsperson schildern.

b) Erstbefund

Auf der Basis der Problemerhebung erstellt die Ergotherapeutin den Erstbefund. Die Befunderhebung orientiert sich an den Dimensionen der Internationalen Klassifikation der WHO (ICF). Ziel des Erstbefunds ist es im individuellen Fall, Einschränkungen und Ressourcen in Bezug auf die Handlungsfähigkeit, die Aktivitäten und die Teilhabe (Partizipation) des Klienten bzw. einer Klientengruppe zu erfassen. Gleichzeitig werden ggf. beteiligte Körperstrukturen, -funktionen und Um weltbedingungen (soziale, kulturelle, institutionelle und materielle) identifiziert. Die Ergotherapeutin schätzt die Handlungsfähigkeit des Klienten sowie die relevanten Umweltbedingungen und Abläufe ein.

c) Arbeitshypothese

Die Ergotherapeutin stellt eine Arbeitshypothese auf. Sie ordnet und gewichtet die Ressourcen und Probleme unter Einbezug des Klienten und entwickelt einen ersten Ansatz für die Planung der Intervention.

d) Anwendung von Messinstrumenten

Je nach Auftrag oder Problemstellung werden mit Einverständnis des Klienten standardisierte und validierte Messinstrumente/ Tests eingesetzt. Sie dienen der differenzierten Erfassung und Dokumentation der Ausgangssituation und beantworten die Frage, welche Ressourcen und Einschränkungen in Bezug auf die Handlungsfähigkeit des Klienten vorhanden sind.

Diese Erfassung kann zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden und gibt somit Auskunft über die Wirksamkeit der ergotherapeutischen Intervention.

e) Überprüfung der Indikation

Die Ergotherapeutin prüft, ob für die vorliegende Problematik/ den vorliegenden Auftrag eine ergotherapeutische Intervention indiziert ist. Sie gibt dem Klienten eine Empfehlung, welche Art der ergotherapeutischen Intervention (Therapie/Maßnahme oder Beratung) für ihn infrage kommt und ob bzw. inwiefern aus ihrer Sicht der Klient von den ergotherapeutischen Maßnahmen profitieren kann.

Ist aus Sicht der Ergotherapeutin eine ergotherapeutische Intervention nicht indiziert, lehnt sie den Auftrag ab und informiert den Klienten und – falls eine ärztliche Verordnung vorliegt – den verordnenden Arzt über die Gründe.

3.2.2 Planung

f) Zielsetzung

Die Planung einer ergotherapeutischen Intervention beginnt mit der Definition der Zielsetzung. Die Ziele werden aus den Erkenntnissen der ergotherapeutischen Diagnostik abgeleitet und gemeinsam mit dem Klienten formuliert. Die Ziele sollen den Prioritäten des Klienten entsprechen und für ihn bedeutsam und motivierend sein. In der Zielsetzung werden damit sowohl objektive Faktoren (Resultate von Messungen) wie auch subjektive Faktoren (Bedürfnisse und Ziele des Klienten) mit einbezogen.

Sind weitere Berufsgruppen involviert (interdisziplinäre Arbeit), werden deren Informationen berücksichtigt. Ziele und Vorgehensweisen werden miteinander abgesprochen.

Die Ziele werden in Bezug auf die geplante Dauer der Intervention formuliert. Die Ziele sind handlungsorientiert, konkret und messbar. Der Stand der Zielerreichung wird im Verlauf der Intervention regelmäßig überprüft.

g) Methoden- und Mittelwahl

In Absprache mit dem Klienten legt die Ergotherapeutin die Vorgehensweise fest. Eine Vielzahl an ergotherapeutischen Methoden und Mitteln steht ihr zur Verfügung. Bei deren Auswahl berücksichtigt sie die individuellen Wünsche und Fähigkeiten des Klienten.

3.2.3 Intervention (Beratung, Therapie)

h) Intervention gemäß Zielsetzung

Die Intervention erfolgt klientenzentriert und zielorientiert. Zu Beginn jeder Interventionseinheit erfasst die Ergotherapeutin die Befindlichkeit des Klienten. Sie achtet darauf, dass die Rahmenbedingungen den vereinbarten Zielen entsprechen. Die Ziele einer Interventionseinheit müssen für die Ergotherapeutin immer und für den Klienten so weit wie möglich präsent sein.

Handelt es sich bei der Intervention um eine Therapie, so kann die Ergotherapeutin in den verschiedenen ICF-Dimensionen arbeiten, wobei sie ihre Unterstützung für den Klienten gemäß Möglichkeiten und Zielsetzungen variieren kann. Oftmals ergibt sich eine Mischform daraus:
  • Die Ergotherapeutin arbeitet mit dem Klienten in der Dimension der Teilhabe (Partizipation) an den für den Klienten bedeutungsvollen Aktivitäten.
  • Die Ergotherapeutin arbeitet in der Dimension der Aktivitäten.
  • Die Ergotherapeutin arbeitet an Körperstrukturen und Körperfunktionen.
  • Die Ergotherapeutin bezieht in ihre Arbeit mit dem Klienten die Umweltfaktoren und die personenbezogenen Faktoren mit ein (Anpassung der Umwelt und Anpassung des Klienten an seine Umwelt).
i) Reflexion und Anpassung

Die Ergotherapeutin hält sich an die rechtlichen Vorgaben und die Berufsethik ihres Berufsverbandes.

Am Schluss einer Interventionseinheit werden die Mittel und Methoden zusammen mit dem Klienten auf ihre Wirkungsweise hin überprüft. Die Ergotherapeutin reflektiert ihre Vorgehensweise. Diese Auswertung fließt in die Planung der nächsten Schritte ein.

3.2.4 Evaluation

k) Evaluation

Während der gesamten ergotherapeutischen Intervention werden Veränderungen des Klienten (ggf. seiner Bezugspersonen) und der Umweltfaktoren fortlaufend evaluiert (Verlaufsevaluation).

Eine ausführliche Evaluation findet nach dem Erreichen eines Zieles, beim Eintritt einer Veränderung, bei einer Stagnation und bei Abschluss der Intervention statt. Dabei werden die bei der Erfassung eingesetzten Messinstrumente wieder verwendet, um die Anfangssituation mit der erreichten Situation vergleichen zu können (Ergebnisevaluation).

Die Ergotherapeutin reflektiert die Resultate der Intervention im Hinblick auf die eingesetzten Mittel und Methoden. Sie bespricht die Resultate mit dem Klienten und ggf. mit den Vertretern anderer beteiligter Berufsgruppen.

l) Dokumentation

Die einzelnen Schritte des gesamten ergotherapeutischen Prozesses werden systematisch dokumentiert:
  • Die Resultate der Erfassung werden schriftlich festgehalten und nach Möglichkeit mit dem Klienten besprochen. Die Ergotherapeutin beschreibt die Ausgangssituation, z.B. Probleme, Fähigkeiten, Ressourcen des Klienten und Umweltbedingungen.
  • Die Ziele der Intervention werden in der Dokumentation festgehalten. Werden Problemstellungen des Klienten nicht in Zielsetzung und Behandlungsplanung einbezogen, wird auch dies dokumentiert.
  • Es wird festgehalten, welche Methoden zur Erreichung der Ziele eingesetzt und welche Resultate mit der Intervention erreicht wurden. Die Nachvollziehbarkeit des Vorgehens, die Verfügbarkeit und die Vertraulichkeit der Information werden jederzeit gewährleistet.
3.2.5 Abschluss

Ergibt sich aus der Evaluation kein Bedarf für eine weitere ergotherapeutische Intervention, so wird diese abgeschlossen.